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Drucklexikon B

Bedruckbarkeit

Die Bedruckbarkeit (englisch: printability) von Papier fasst alle Eigenschaften zusammen, die das Druckergebnis beeinflussen: Glanz, Glätte, Weißgrad, Opazität etc.

Bedruckstoff

Bedruckstoff nennt der Drucker generell alles Material, das er bedruckt. Das ist zunächst einmal Papier, aber auch Karton und Pappe sowie darüber hinaus jedes beliebige Material, das den Weg durch die Druckmaschine nehmen kann.

Beschneiden

Durch das Beschneiden erhält ein Buchblock, eine Broschüre oder eine Zeitschrift glatte Buchschnitte. Das Beschneiden eines Produkts erfolgt an den drei Seiten, an denen es nicht geheftet wird. Bei der Klebebindung wird an allen vier Seiten geschnitten. Außerdem werden die einzelnen Seiten von Druckbögen durch das Beschneiden voneinander getrennt, so dass sich das Buch beziehungsweise die Broschüre oder Zeitschrift aufschlagen lässt.

Bilderdruckpapier

Bilderdruckpapier besteht aus Zellstoff, gegebenenfalls mit geringem Holzanteil und ist gestrichen, oft auch satiniert. Es bietet ähnliche Opazität wie holzhaltige Sorten sowie hohe Alterungsbeständigkeit und vergilbt nicht. (Siehe auch „Rund um den Druck”)

Bit

Das Bit (engl. Kurzform für binary digit – Binärziffer) ist die kleinstmögliche Informationseinheit. Ein Bit kann nur zwei Zustände einnehmen (1/0, ja/nein, an/aus etc.) und dient auch als Basis für das von allen Computern intern verwendete duale Zahlensystem. Damit ist das Bit die fundamentale Größe für die elektronische Datenverarbeitung und -kommunikation.

Bitmap

Einfachstes Grafikformat, bei dem die Bildpunkte innerhalb eines zweidimensionalen Koordinatensystems mit einem x, y-Wert (Lage des Bildpunktes) und einem Farbwert beschrieben werden.

Bleisatz

Der Bleisatz ist das älteste, schon von Johannes Gutenberg verwendete Verfahren des Schriftsatzes; ein Verfahren zum Zusammenstellen von Buchstaben und Zeilen zu formatiertem Text als Druckvorlage. Der Bleisatz erfolgte ursprünglich mit Buchstaben und anderen Zeichen aus einer Bleilegierung, die man einzeln von Hand zu Zeilen und Textblöcken zusammenfügte. Beim maschinellen Zeilensatz gießt eine Setzmaschine komplette Textzeilen, die bereits mit entsprechenden Wortzwischenräumen auf die gewünschte Breite gebracht („ausgeschlossen“) sind. Die bekannteste Maschine dieser Art ist die Linotype. Bleisatz wurde durch den Lichtsatz und in neuerer Zeit durch den Computersatz („Desktop Publishing“) abgelöst und ist heute bis auf vereinzelte Spezialanwendungen verschwunden.

Blindmuster

Muster eines Druckerzeugnisses, das die herstellungstechnischen Merkmale eines Produkts wie Format, Umfang, Papierqualität, Verarbeitung und Bindung demonstrieren soll. Dabei fehlt der eigentliche Druckvorgang, das heißt die Seiten sind unbedruckt.

Blindprägung

Mit Blindprägung bezeichnet man eine Papierverarbeitung innerhalb des Druckprozesses, bei der eine Gravur und eine passend gegenüberliegende Matrize unter hohem Druck eine Prägung im Papier erzeugen. Prägungen mit erhabenem Motiv heißen Hochprägungen, solche mit vertieftem Motiv Tiefprägungen. Daneben gibt es mehrstufige Prägungen, bei dem das Motiv verschiedene Ebenen enthält, und Reliefprägungen, die mit dreidimensionalen Verläufen einen räumlichen Effekt erzeugen. Durch Auftragen und Einschmelzen spezieller Pulvermaterialien lässt sich eine Hochprägung auch simulieren.

Blitzer

Unbedruckte, weiße Stellen zwischen anstoßenden Farbflächen bei Druckerzeugnissen nennt man Blitzer. Solche Stellen treten durch ungenaue Einrichtung der Druckmaschine oder durch Formveränderung des Papiers während des Drucks auf. Um die Gefahr von Blitzern zu verringern, kann man Flächen überdrucken oder geringfügig überlappen lassen (überfüllen). Auch Schneidefehler an angeschnittenen Bildern oder Flächen können zu Blitzern führen.

Broschüre

Als Broschüre ist eine nicht periodisch erscheinende Publikation definiert, die 4 bis 48 Seiten umfasst und einen Papier- oder Kartonumschlag hat.

Buchdruck

Als ältestes Hochdruckverfahren geht der Buchdruck in seinen Ursprüngen direkt auf Johannes Gutenberg zurück. Mit Ausnahme des Flexodrucks gilt der Buchdruck heute als weitgehend ausgestorben.

Bund

Bezeichnung für den jeweils inneren Rand bei doppelseitigen Dokumenten (dort, wo das Dokument gebunden wird). In der Regel asymmetrisch, d.h. der innere Rand ist größer als der äußere: das ermöglicht leichtes Abheften solcher Dokumente.

Buntaufbau

Als Verfahren zur Farbmischung bei der Herstellung von Farbsätzen für den Vierfarbendruck verwendet der Buntaufbau ausschließlich die drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb des CMYK-Farbsystems, um die gewünschten Farbtöne zu bilden. Schwarze Druckfarbe dient nur dazu, die dunkelsten Bildanteile zu erzeugen, die sich mit den realen bunten Druckfarben nicht darstellen lassen.

Buntfarbenaddition

Mit dem Begriff Buntfarbenaddition (englisch: Under Color Addition – UCA) bezeichnet man eine Variation des Unbuntaufbaus von Farbsätzen für den Vierfarbendruck. Dabei ersetzen gleiche Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb des CMYK-Farbsystems einen Teil des hier mit Schwarz erzeugten neutralen Farbanteils. Buntfarbenaddition gilt als gutes Mittel, um die Druckqualität gegenüber dem reinen Unbuntaufbau zu verbessern.