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Drucklexikon H

Hadern

Hadern sind pflanzliche Textilfasern die aus alten Stoffen (Lumpen) gewonnen werden. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nahezu das einzige Fasermaterial für die Papierherstellung. Heute setzt man Hadern vor allem für Papiere ein, an die besondere Ansprüche gestellt werden, etwa wie Banknoten- und Dokumentenpapiere.

Hardproof

Unter dem Begriff Hardproof fasst man im Gegensatz zum Softproof die Verfahren zur Simulation beziehungsweise Kontrolle eines Druckergebnisses zusammen, die ein materielles Ergebnis – meist einen Papierausdruck – liefern. Je nach den zu überprüfenden Eigenschaften lassen sich Blaupause (Blue Print), Imposition Proof (Layout-Proof), Color Proof, Raster-Proof und Maschinen-Proof (oft auch Andruck genannt) unterscheiden.

Hartpostpapiere

Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern mit der Hand "hart" klingen. (Siehe auch „Rund um den Druck”)

Heften

Bezeichnung für ein Bindeverfahren. Druckbogen oder Lagen werden in sich und untereinander durch Faden oder Draht zu einem Buchblock beziehungsweise einem Produkt verbunden.

HKS-Farben

HKS ist ein Mischsystem für Druckfarben mit 84 Farbtönen, das die drei Druckfarbenhersteller Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung.

Hochdruck

Im Hochdruck (auch Buchdruck) werden die erhöhten Teile einer Druckform mit Druckfarbe eingefärbt und geben beim Druckvorgang einen Teil der Druckfarbe auf das zu bedruckende Material ab. Hierbei gibt es drei Varianten: Im Tiegel druckt eine Fläche gegen eine andere Fläche, in der Zylindermaschine ein Zylinder auf eine Fläche, und beim Rotationsdruck rollen zwei Zylinder gegeneinander ab. Als ältestes industrielles Druckverfahren wird der Hochdruck heute als Bogendruck für kleine Auflagen und Spezialarbeiten (Stanzen, Prägen, Perforieren, Numerieren, etc.) und mit abnehmender Tendenz auch noch für Zeitungen verwendet. Bei Verpackungen kann sich der Hochdruck als Flexodruck gegen Offset- und Tiefdruck behaupten.

Hologramm

Ein Hologramm ist ein dreidimensionales, durch Holographie erzeugtes Bild. Es entsteht nicht durch Fokussierung von Licht auf einem Bildwandler (fotografischer Film, optischer Sensor) durch ein Objektiv. Vielmehr wird das Interferenzbild aufgenommen, das durch Interaktion des von dem abzubildenden Objekt reflektierten Lichts mit einem Referenzstrahl der Lichtquelle entsteht. Dieses Verfahren erfordert äußerst kohärentes (im Gleichtakt schwingendes) Licht, wie es ein Laser erzeugt. Zur Wiedergabe ist streng genommen wieder kohärentes Licht erforderlich, dem durch das Hologramm dasselbe Interferenzbild aufgeprägt wird, durch das es erzeugt wurde. Wenn man Zugeständnisse an die Detailgenauigkeit macht, lassen sich Hologramme auch unter normaler Beleuchtung betrachten, wobei direktes Licht zu besseren Ergebnissen führt als indirektes.

Holzhaltiges Papier

Dieses Papier enthält zu mehr als fünf Prozent Massenanteil mechanisch aus Holz gewonnene Fasern (Holzstoff). Andernfalls nennt man das Papier holzfrei.

Hurenkind

Scherzhafte Bezeichnung für eine am Anfang einer Textspalte stehende Schlußzeile eines Absatzes. Ein Hurenkind ist ein typographisch nicht zulässiger Umbruch.